Dienstag, 22. November 2016

Stadtbaum November

Nebel und November gehören für mich zusammen.
Deshalb ernenne ich diese schön gewachsene Pappel zum Stadtbaum November.
Sie steht vor dem U-Bahnhof Hellersdorf.
Die U-Bahn fährt hier, wie auch an anderen Stellen in Berlin, oberirdisch.




In der Schule lernte ich vor vielen Jahren ein Gedicht, an das ich mich gut erinnere.

Eine Pappel steht am Karlsplatz
mitten in der Trümmerstadt Berlin,‎
und wenn Leute gehen übern Karlsplatz,‎
sehen sie ihr freundlich Grün.‎

In dem Winter sechsundvierzig
fror’n die Menschen, und das Holz war rar,‎
und es fiel’n da viele Bäume,‎
und es wurd’ ihr letztes Jahr.‎

Doch die Pappel dort am Karlsplatz
zeigt uns heute noch ihr grünes Blatt:‎
Seid bedankt, Anwohner vom Karlsplatz,‎
daß man sie noch immer hat.

Bertold Brecht

Kommentare:

Seraphinas Phantasie hat gesagt…

Ich mag Pappeln total gern. Sie wachsen schnell und sehen stolz aus.
Viele liebe Grüße, Synnöve

do hat gesagt…

Bei uns muss der Nebel nicht nur im November einfach akzeptiert werden. Und weil man da nicht drum herum kommt, ist es besser, halt einfach die Schönheit der Natur im Nebel zu sehen :-).
Herzlich, do

Jutta hat gesagt…

Liebe Malesawi,

eigentlich müsste ich diese einsame Pappel ja auch sehen. Ist mir aber noch nie aufgefallen. Muss ich beim nächsten Spaziergang wirklich mal drauf achten.

Liebe Grüße
Jutta

Wolfgang hat gesagt…

Diese Säulenpapel ist sehr schön und das Gedicht von Brecht kannte ich noch gar nicht.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

Egbert Büschel hat gesagt…

Morgen soll der Sonnenschein wieder dem Nebel weichen,
dann werde ich mich an deinen Post und den Bertolt erinnern.
Ich war mal eine Woche am BE, das ist demnächst 40 Jahre her.
Wie groß wohl Pappeln in 40 Jahren werden?

einen lieben Gruß,
egbert

malesawi hat gesagt…

Bestimmt sehr groß. Ich habe mal gelesen, dass sie bis 40 Meter hoch werden.
Liebe Grüße

Egbert Büschel hat gesagt…

Ja, manchmal wachsen die Bäume wirklich in den Himmel.
Leider können wir deren Spitzen nicht mehr so erklimmen,
wie wir es in Kindertagen taten.

liebe Grüße,
egbert