Königlich möchte es Annelie diesmal haben.
Unter den Linden in Berlin reitet Friedrich der Große, preußischer König, genannt der Alte Fritz.
Friedrich selbst wollte zu seinen Lebzeiten (1712 - 1786) kein Denkmal errichtet wissen. Das Reiterstandbild wurde 1851 enthüllt. Auch sein Begräbnis wünschte er schlicht. Er wollte auf der Terrasse von Schloss Sanssouci neben seinen Hunden begraben werden. In seinem Testament verfügte er, dass die Beisetzung mit kleinstem Gefolge beim Schein einer Laterne erfolgen sollte.
Sein Wunsch wurde nicht respektiert. Als er 1991 endlich auf die Terrrasse umgebettet wurde, war das keine schlichte Zeremonie sondern fast ein Staatsbegräbnis.
Während seiner Regierungszeit hatte er großen Anteil an der Einführung der Kartoffel. Anfangs konnten sich die Menschen mit den merkwürdigen Dingern
nicht anfreunden aber Friedrichs Kartoffelbefehle und eine Hungersnot
sorgten für den Erfolg der Knolle.
Deshalb ist "unser" Friedrich
II. auch bekannt als Kartoffelkönig und auf seinem Grab legen die
Besucher statt Blumen Kartoffeln nieder. Kleine Weltentdeckerinnen
bringen sogar einen Kartoffelkönig mit.
In Berlin findet man viele Hinweise darauf, dass diese Stadt Residenzstadt war. Die Krone rechts oben schmückt das ehemalige Zeughaus, heute Museum für deutsche Geschichte. Links unten schmückt eine Krone den Reichstag, heute Sitz des deutschen Bundestages.